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DIE.
FUSS.
BALL.
LEGENDE.
LEBT.

Sport

Das Wunder von Bern DVD

Die zwei Themenaspekte des Filmes werden zwar in den 50er Jahren dargestellt, sind aber noch heute eine fundamentale Charaktereigenschaft im modernen Familienleben. Väter kommen heute zwar nicht mehr aus der Kriegsgefangenschaft zurück wie Richard Lubanski alias Peter Lohmeyer, sondern werden von ihrer tagtäglichen Arbeit stark beansprucht. Sorgen aus dem Arbeitsalltag – welche unter anderem durch die Mehrarbeit in kürzerer Zeit veranlasst werden, bekommen häufig auch die Kinder zu spüren. Durch berufstätige Mütter fehlt auch auf dieser Seite oftmals die intensive Zuwendung als Ausgleich. Familientherapeuten empfehlen aus diesem Grund in den meisten Fällen die Zeit mit der Familie bewusst zu planen. Wie im Film kann auch in der realen, modernen Welt ein Sport wie Fußball dafür ideal sein. In der Freizeit mit den Geschwistern und dem Vater draußen Fußballspielen, oder der Besuch der Eltern bei den Sportveranstaltungen des Kindes stabilisieren die familiäre Bindung. Sport allgemein hat nicht nur den Vorteil, dass man mit der Familie gemeinsam Zeit verbringt, sondern dass man auch Erfolge gemeinsam erlebt; diese prägen und verbinden letztendlich.

Familienbindung und die Zugehörigkeit zu einer Mannschaft wie im Fußball haben eine Quintessenz – gemeinsam und vor allem koordiniert erreicht man seine Ziele. Wie im Fußball ist auch die Familienbindung ein Gefüge, das sorgfältig geplant und erarbeitet werden muss. Stellt man fest, dass sich eine Distanz schon eingestellt hat zwischen Eltern und Kindern, hilft nur noch eine intensive Auseinandersetzung mit diesem Problem. Merkt der Trainer eines Fußballvereins, dass seine Mannschaft verliert aufgrund unkoordinierter Abläufe, stärkt er zunächst das Mannschaftsgefüge um anschließend Siege zu erzielen. Wichtig ist, auch dies wird in dem Film deutlich, dass der Wille zugegen sein muss, das Ziel zu erreichen. Nur wenn man etwas fest vor Augen hat, einen Endpunkt fokussiert, schafft man es den Weg bis dahin zu bestreiten. Ganz gleich welchen Sport man nimmt, sogar Einzeldisziplinen können nur mit Ehrgeiz, Fokussierung und Willenskraft erfolgsversprechend gemeistert werden.

Die Filmrolle war Peter Lohmeyer übrigens wie den Leib geschnitten. Auch im realen Leben zeigt sich Lohmeyer kantig mit vielen Fassetten. So besuchte er zwar vier Jahre die Westfälische Schauspielschule in Bochum, brach die Schule dann aber ab und ist seither in Filmen und auf der Bühne zu sehen. Aus seiner Zeit in Hamburg Ottensen ist er bekennender Fan des Clubs Altona 93 und zudem ein großer Fan des Bundesligisten FC Schalke 04. Im Jahre 2005 wurde Lohmeyer von Philipp Köster sogar als Moderator der TV-Sendung von "11 Freunde" verpflichtet. Köster hatte „11 Freunde-TV“ gemeinsam mit Reinaldo Coddou gegründet, die sich - wie sollte es auch anders sein - im Fußballstadion auf den Rängen der Alm von Arminia Bielefeld kennengelernt hatten.

Das Wunder von Bern vermittelt einen detaillierten Einblick in die Möglichkeiten, die ein solcher Sport einer Familie eröffnen kann. Das Ende des Filmes ist auch in der Moderne absolut zutreffend – der Sieg der Nationalmannschaft im Entscheidungsspiel und das daraus resultierende Gemeinschaftsgefühl kann nicht nur eine ganze Familie verbinden, sondern wie man sieht auch eine ganze Nation.

Dementsprechend kann es oftmals sogar förderlich sein Jugendliche in ihrer Freizeit in Vereinen spielen zu lassen. In solchen Gemeinschaften lernen Sie, wie schwerwiegend und einflussreich das Gefühl von Zusammengehörigkeit sein kann.